Sonntag , 15 Dezember 2019

Abriss, Abbruch oder Rückbau – Die unterschiedlichen Formen des Endes einer Immobilie

Irgendwann kommt für jede Immobilie die Zeit, da sie ihre Nutzungsdauer überschritten hat oder eine umfangreiche Sanierung einfach nicht mehr wirtschaftlich ist. Dann müssen Unternehmer überlegen, wie sie mit der übrigen Bausubstanz vorgehen möchten. Die drei Zauberwörter aus der Abrissbranche heißen hierbei: Abriss, Abbruch und Rückbau.

Hauptsache kontrolliert

In der Tat werden die Begriffe Abriss, Abbruch und Rückbau von vielen Abrissunternehmen synonym verwendet. Über die Jahre hinweg hat sich bezüglich des Sprachgebrauchs ein gewisser Wandel vollzogen. Statt des sehr brutal anmutenden Terminus „Abriss“ wird von vielen Unternehmen ein etwas vorsichtigerer Ausdruck präferiert. Das wird letztendlich auch dem modernen systematischen Vorgehen beim Abreißen mehr gerecht.

Kunden, die nach einem kompetenten Dienstleister suchen, sollten sich also lieber um ein anderes Stichwort inklusive der dazugehörigen Stadt bemühen, beispielsweise „Abbruch Berlin“ oder „Rückbau Dortmund“. Dennoch: Auch wenn die Begriffe im Prinzip das gleiche meinen, gibt es große Unterschiede bei der Art und Weise, wie ein Abriss durchgeführt werden kann. Die Palette reicht hier von der totalen Entfernung eines Gebäudes über die Entkernung der Bausubstanz bis hin zur sanften Entrümpelung.

Wer ein Abrissunternehmen beauftragt, sollte sich vorher darüber im klaren sein, wie viel er von dem Gebäude womöglich noch erhalten will. Eine Entkernung kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn die Bausubstanz gut erhalten ist und am gleichen Standort ein ähnliches Gebäude mit modernisierter Innenausstattung entstehen soll.

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Wie wird ein systematischer Abbruch vollzogen?

Ein kontrollierter Abriss ist eine Wissenschaft für sich und bei weitem nicht so rabiat, wie man es sich gemeinhin vorstellt. Zunächst wird eine umfangreiche Bestandsaufnahme bezüglich des Gebäudes vorgenommen: Welche Materialien kamen hier beim Bau zum Einsatz? Was muss gesondert entsorgt werden? Was kann gleich am Anfang entfernt werden, was muss zum Schluss gegebenenfalls noch gesprengt werden? Abrissunternehmen haben eine umfangreiche Kenntnis darüber, wie mit verschiedenen Materialien am wirtschaftlichsten umgegangen werden kann.

Sie zerlegen auch große Industrieanlagen in ihre Einzelteile und sorgen für einen sicheren und umweltschonenden Abtransport. Beim Abriss wird auch darauf geachtet, die unmittelbare Umgebung so wenig wie möglich zu schädigen oder zu beeinflussen. Das betrifft sowohl die Feinstaub- und Schadstoffentwicklung beim Abreißen als auch den Lärm und den Dreck. Ein gutes Abrissunternehmen hinterlässt die Abrissstelle bestenfalls so, dass ein weiteres Unternehmen vor Ort direkt mit dem Neubau beginnen kann.

Das ist auch notwendig, denn die Terminierung im Baugewerbe ist oftmals sehr eng. Ein Abriss muss kontrolliert und nach einem genauen Zeitplan erfolgen, damit der nächste Baudienstleister an Ort und Stelle ohne Zeitverlust weiterarbeiten kann. Unvorhergesehene Zwischenfälle sollten die absolute Ausnahme sein. Selbst wenn ein Gebäude mehrere Jahrzehnte alt ist und zum Teil aus Materialien besteht, die üblicherweise gar nicht mehr verwendet werden: Ein Abrissunternehmer mit Erfahrung bringt die nötige Expertise mit, um für jeden Einzelfall eine Lösung parat zu haben.